Wurzelfüllungen

Was ist eigentlich eine Wurzelfüllung?

Eine Wurzelfüllung muss Ihr Zahnarzt immer dann in Angriff
nehmen, wenn der Zahnnerv (Zahnmark) im Zahn entzündet
ist. Der Patient verspürt dann einen heftigen ausstrahlenden
Zahnschmerz oder bereits abgestorben ist. Der Zahn kann
vollkommen schmerzfrei sein, aber auf einem Röntgenbild ist
bereits eine Entzündung unter der Zahnwurzel zu erkennen.
Oder der Patient verspürt einen Schmerz beim Aufbeißen, bei
Druck auf den Kiefer in Höhe der Wurzelspitze oder bereits
eine Schwellung.

Kariesentwicklung

Wieso entzündet sich das Zahnmark oder stirbt
einfach so ab? Dafür gibt es mehrere mögliche
Ursachen: die weitaus häufigste ist eine tiefe Karies.

Weitere Ursachen können sein:

  • ein Zahntrauma, z. B. Sturz oder Schlag auf den
    Zahn bei einem Unfall
  • oder in seltenen Fällen ein Schleiftrauma beim
    Beschleifen für eine Krone

Was wird bei einer Wurzelbehandlung gemacht?

Wichtigstes Ziel ist die bestmöglichste Entfernung des
entzündeten oder toten Zahnmarks. Dabei wird beim
1. Behandlungstermin in 5 Schritten gearbeitet.
Siehe Grafik rechts


Abschließend wird ein Medikament zur Desinfektion und
Entzündungshemmung in die Wurzelkanäle eingebracht
und verbleibt etwa 3 – 6 Wochen.
Eine provisorische Deckfüllung schließt die Behandlung ab.
Zu einem 2. Folgetermin wird die definitive Wurzelfüllung
vorgenommen.

Welche Vorteile hat nun ein wurzelgefüllter Zahn?

Der einzige Vorteil ist, dass der Zahn damit möglicherweise noch einige Jahre erhalten werden kann. Er muss deshalb nicht gezogen werden.

Und welche Nachteile verbleiben?

Ein wurzelgefüllter Zahn wird nicht mehr vom Zahnmark ernährt. Er wird deshalb im Laufe der Jahre spröde, kann brechen oder sich spalten.Ein wurzelgefüllter Zahn wird nach Jahren dunkel und sieht unschön aus.Trotz sorgfältiger Entfernung des Zahnmarks verbleibt immer noch totes Gewebe in den Nebenkanälen. Kein Zahnarzt der Welt ist in der Lage alle diese Nebenkanäle zu säubern und auszufüllen. Deshalb sind Entzündungen an den Wurzelspitzen auch noch nach Jahren nicht unbedingt selten.Ein wurzelgefüllter Zahn kann durch das verbleibende tote Gewebe und über die zugehörigen Akupunkturmeridiane als Herd auf andere Körperorgane wirken. Tote Zähne machen eine solche Belastung relativ häufig.

Deshalb gilt grundsätzlich:

Eine Wurzelfüllung ist immer der letzte Versuch einen Zahn zu erhalten. Niemals kann es Ziel sein möglichst viele tote Zähne im Mund zu haben.Das Immunsystem ist oft in der Lage 1 oder 2, vielleicht sogar 3 wurzeltote Zähne zu tolerieren. Aber selbst ein einzelner wurzeltoter Zahn kann bereits im Sinne der Herdlehre zu verschiedenen Symptomen im Körper führen. Mit jedem zusätzlichen toten Zahn im Mund steigt die Wahrscheinlichkeit einer Einschränkung der Regulationsfähigkeit. Chronischen Erkrankungen wird hier der Boden bereitet.Im Zweifel lieber extrahieren.

Fazit:

Es muss alles dafür getan werden, daß es nicht soweit kommt. Wenn ein Zahn schmerzt ist es oft schon zu spät. Karies muss früh entdeckt und behandelt werden, bevor das Zahnmark in Mitleidenschaft gezogen ist, deshalb eine super Zahnpflege ist unabdingbaralle 4-6 Monate zur Prophylaxe. Minderwertige, leider sogar toxische Füllungen wie Amalgam oder insuffiziente Kunststofffüllungen frühzeitig gegen hochwertige und langlebige Gold- oder Keramikinlays austauschen lassen.